Vortrag zum Thema 'Einsamkeit im ländlichen Raum' am 10.11.2025 ab 18.00 Uhr - online
Nachricht, veröffentlicht am 06.11.2025 von Ines Kinsky
Die Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern bietet kostenfrei die Möglichkeit, einen interessanten Vortrag von Prof. Claudia Neu zum Thema 'Einsamkeit im ländlichen Raum' zu hören.
Claudia NEU ist Professorin für Soziologie ländlicher Räume an den Universitäten Göttingen und Kassel. Von 2009 bis 2016 war sie Professorin für Allgemeine Soziologie und empirische Sozialforschung an der Hochschule Niederrhein. Sie studierte und promovierte an der Universität Bonn. Neu war bis vor Kurzem Vorsitzende des Sachverständigenrates „Ländliche Entwicklung“ beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat sowie stellvertretende Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Akademie für Raumentwicklung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Demografie und Daseinsvorsorge, Zivilgesellschaft und Extremismus in ländlichen Räumen. Seit einiger Zeit beschäftigt sie sich auch mit dem Thema Einsamkeit. Ihr neues Buch „Einsamkeit und Ressentiment“ (mit Jens Kersten und Berthold Vogel, 2024) war auf der Shortlist der FES „das politische Buch“.
Claudia Neu hat auch im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zu verschiedenen Themen geforscht. Auch aktuell ist unser Landkreis Betrachtungsraum von Untersuchungen am SOFI Göttingen.
Erst in jüngster Zeit werden in der Einsamkeitsforschung neben den individuellen Faktoren (geringes Haushaltseinkommen, Arbeitslosigkeit, niedrige Bildung, Gesundheit, Behinderung, Migrationshintergrund), die Einsamkeit auslösen können, auch raumstrukturelle Faktoren in den Blick genommen. Sind die Menschen im ländlichen Raum einsamer als in der Stadt?
Nehmen einsame Menschen Räume anders wahr? Zudem sind in den vergangenen Jahren durch die »Angstarbeit« der rechtextremen Gruppierungen im öffentlichen Raum und ihre gezielten Raumaneignungsstrategien – Aufmärsche, politisch motivierte Immobilienkäufe, die Gründung völkischer Siedlungen – »rechte Räume« (Helal 2022) bzw. »menschenfeindliche Orte« (Rees, Rees & Zick 2021) entstanden, in denen sich rechtsextreme Gruppierungen besonders verbreiten und Populisten Wahlerfolge erzielen konnten. Sind einsame Menschen besonders anfällig für antidemokratische Haltungen? In welchem Zusammenhang Einsamkeit, Raumstrukturen und demokratiegefährdende Haltungen stehen, wird im Vortrag von Prof. Neu dargelegt.
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