LEADER Projekt der Region Slf-Ru als Best Practice Beispiel für nicht-chemisches Unkrautmanagement

Nachricht, veröffentlicht von Ines Kinsky am 01.06.2017

Im Rahmen einer vom Landwirtschaftsamt Zeulenroda organisierten Weiterbildungsveranstaltung wurde am 31. Mai 2017 ein LEADER Projekt der Region Saalfeld-Rudolstadt als Best Practice Beispiel vorgestellt.

Heißwasser statt Chemie: Inbetriebnahme des neuen Gerätes durch den Bauhof Probstzella im Oktober 2016
Heißwasser statt Chemie: Inbetriebnahme des neuen Gerätes durch den Bauhof Probstzella im Oktober 2016

Angesichts der geltenden und neu anstehenden Regelungen im Bereich des chemischen Pflanzenschutzes werden zunehmend Alternativen zum Einsatz von chemischen Mitteln gesucht. Der Einsatz von Chemie auf Nichtkulturland wird über Ausnahmegenehmigungen geregelt, die durch die zuständigen Landwirtschaftsämter erteilt werden. Die im Zuge einer Genehmigung erteilten Auflagen machen es insbesondere Kommunen schwer, die Pflege öffentlich genutzter Freiflächen unter Verwendung chemischer Mittel als Teil des Pflegekonzeptes umzusetzen. 

Alternativen sind - nicht zuletzt im Interesse eines schonenden Umgangs mit den natürlichen Ressourcen - gefragt. Das war der Anlass für das Landwirtschaftsamt Zeulenroda, für Kommunen und Dienstleister eine Weiterbildungsveranstaltung zum Thema inklusive einer Vorführung alternativer Methoden zu organisieren.

In der Region Saalfeld-Rudolstadt wurde im Jahr 2016 unter dem Titel 'Heißwasser statt Chemie' ein Vorhaben der Gemeinde Probstzella als LEADER Projekt gefördert. Als Alternative zum Chemieeinsatz wird dank der Anschaffung entsprechender Technik nun Pflanzen, die am falschen Standort stehen, mit heißem Wasser zu Leibe gerückt. Sven Mechtold, Bürgermeister der Gemeinde Probstzella hat das Projekt vorgestellt. Ines Kinsky vom LEADER Management Slf-Ru war eingeladen, um über die Möglichkeiten des LEADER Förderprogramms und seine Umsetzung in Thüringen zu informieren. LEADER setzt Impulse und fördert vorrangig Neuartiges in den Regionen. Mit Blick auf Umwelt- und Gewässerschutz wäre es wünschenswert, wenn eine Fördermöglichkeit zur Anschaffung von Technik zur alternativen Unkrautbekämpfung in den Katalog einer Regelförderung des Landes aufgenommen werden könnte. 

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